Ausländer- und frauenfeindliche Prämien bei der Autoversicherung in der Schweiz

Die Schweiz galt lange Zeit als neutral und keiner hat sich auch so richtig darum gekümmert, was die Schweizer so denken über Ausländer und Frauen, über Politik und ob die Autoversicherung in der Schweiz denn auch gerechte Prämien gewährt. Mit dem Aufkommen der Flüchtlingskrise 2015 hat sich das Bild der Schweizer in der Welt doch ein bisschen verschoben. Denn man befasste sich ein bisschen näher damit, warum denn die Schweizer dafür gestimmt hatten, dass auch bei den EU-Bürgern eine Höchstgrenze für den Zuzug durchgeführt werden soll in Zukunft. Dieses Volksbegehren hat offen gelegt, dass es überhaupt nicht so einfach ist in der Schweiz als Ausländer zu leben. Auch wenn das in der Presse und von Auswanderungsportalen immer wieder anders dargestellt wird.

Foto: Benjamin Klack  / pixelio.de
Foto: Benjamin Klack / pixelio.de

Benachteiligung bei Alter, Geschlecht und Nationalität

Gerade bei der Autoversicherung wird deutlich, wie nationalistisch die Schweizer wirklich sind. Sie erheben höhere Prämien für Ausländer, aber auch für Frauen zum Teil und auch wenn es sich um besonders junge Fahrer handelt oder um Fahrer ab 70 Jahre. Dabei gilt letzteres auch seit einiger Zeit in Deutschland. Allerdings wird dort im Vergleich zur Schweiz durch das Gleichbehandlungsgesetz kein Unterschied gemacht zwischen Deutsch und Ausländer und auch kein Unterschied zwischen Mann und Frau. Dabei haben viele es geahnt, dass die Schweizer ein bisschen altmodisch sind. Denn immerhin hat man den Schweizer Frauen auch erst im Jahr 1971 zugestanden, dass sie wählen dürften. Dass einige Versicherungen Frauen noch immer zweitklassig behandeln und sogar Aufschläge verlangen, ist daher nicht überraschend.