Auto fahren in der Schweiz

Mit 5,9 Millionen Fahrzeugen, die in der Schweiz gemeldet sind, kann man dieses Land dennoch ein Autoland nennen. Rund 4,4 Millionen dieser Fahrzeuge sind dabei PKWs. Denn das bedeutet, dass mehr als die Hälfte der Einwohner der Schweiz ein Auto haben. Die Einwohnerzahl liegt nämlich bei ca. 8,08 Millionen. Dabei standen die Schweizer dem Automobil anfänglich ein bisschen skeptisch gegenüber. Denn sie waren es gewohnt mit ihren Pferdefuhrwerken und auch zu Fuß lange Strecken zurückzulegen. Im Engadin gelang es erst 1927 die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass der Fortschritt auch hier Einzug halten muss. Denn erst nach einer entsprechenden Volksabstimmung war der Weg dafür frei. Und dafür bedürfte es 10 Anläufe! Der Ausbau der Straßen in der Schweiz bewirkte schließlich, dass auch kleine Täler, die sonst auch im Sommer von der Außenwelt abgeschnitten waren, plötzlich für Touristen zugänglich wurden.

Foto: Georg Sander  / pixelio.de
Foto: Georg Sander / pixelio.de

Wirtschaftsfaktor Automobil

In der Schweiz arbeiten rund 220.000 Menschen im Automobilbereich – von der Werkstatt und dem Autohändler bis zum Tankstellenpersonal. Dabei sind rund 1/4 der Autos in der Schweiz älter als 10 Jahre. Das heißt deren Sicherheitsstandards sind auch überholt, dennoch können sie nach wie vor auf den Schweizer Straßen fahren, da sie die entsprechende Zulassung haben. Querelen wie Umweltzonen gibt es in der Schweiz nicht. Die Schweizer fahren eh recht wenig Auto. Dies merkt man auch auf den Autobahnen, auf denen es kaum Stau gibt. Und Baustellen sind binnen kurzer Zeit wieder beseitigt, weil man in der Schweiz hier eine andere Moral und Organisation hat, als in Deutschland.