Auto fahren und versichern in der Schweiz

Die Schweiz hat rund 8,08 Millionen Einwohner. Davon besitzt statistisch gesehen mehr als die Hälfte einen PKW. Denn in der Schweiz sind rund 4,4 Millionen PKWs zugelassen – insgesamt mit LKWs und anderen Fahrzeugen sind es rund 5,9 Millionen. Man kann schon sagen, dass die Motorisierung in der Schweiz damit sehr stark ist, aber eben nicht so stark wie im Verhältnis zu Deutschland gesehen. Die Schweiz hat auch weniger Probleme mit Staus. Baustellen auf Autobahnen versucht man binnen kurzer Zeit wieder abzubauen. Autoversicherungen muss man in der Schweiz auch abschließen. Die Haftpflicht ist wie in Deutschland auch in der Schweiz Pflicht. Die Kollisions- bzw. Teilkaskoversicherung ist eine freiwillige Zusatzversicherung.

Foto: Joujou  / pixelio.de
Foto: Joujou / pixelio.de


Schweizer fahren lieber Bahn!

Nicht nur dass nicht jeder Haushalt ein eigenes Auto besitzt, in der Schweiz fährt man eh lieber mit öffentlichen Verkehrsmitteln, insbesondere mit der Bahn. Auch wenn die Schweiz klein ist, die Verkehrsnetze der öffentlichen Verkehrsmittel sind sehr gut ausgebaut. In Städten wie Bern oder Zürich, Basel oder Genf benötigt man eigentlich gar kein eigenes Auto. Auch die Täler werden gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln versorgt. Die Anbindungen dauern zwar ein bisschen, doch in der Schweiz haben die Postbusse zum Beispiel Vorrang in Kurven auf den Passstraßen. Überhaupt stand man in der Schweiz dem Automobil lange Zeit skeptisch gegenüber. Erst 1927 konnte das Engadin mit einer Passstraße erschlossen werden, weil die dortigen Einwohner erst nach 10maliger Volksabstimmung Automobile in der Region überhaupt dulden wollten!

Wichtiger Wirtschaftsfaktor neben dem Tourismus

Die Schweizer Mentalität ist eben einfach gestrickt. In vielen Orten herrscht daher auch Autoverbot. Das hat aber auch etwas mit dem Tourismus zu tun. Denn es ist nicht so einfach häufig tausende von Touristen vor den vielen hundert Autos zu schützen. Die Autos müssen dann von den Touristen auch vor dem Ort abgestellt werden. Hierfür wird dann ein Shuttlebus angeboten. Trotz diesem teilweisen Verbot von Autos in einigen Orten ist es dennoch so, dass die Automobilindustrie in der Schweiz neben dem Tourismus ein großer Wirtschaftsfaktor ist. Die rund 220.000 Mitarbeiter von Händlern, Tankstellen und Werkstätten erwirtschaften rund 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in der Schweiz.