Auto weg bei Trunkenheit in Dänemark

Dänemark hat extrem strenge Gesetze – nicht nur für Einwanderer, sondern auch für Autofahrer, die sich betrunken hinters Steuer setzen und erwischt werden. Während in Deutschland nur der Führerschein weg ist, droht einem betrunkenen Autofahrer in Dänemark, dass sein Auto vom Staat beschlagnahmt und versteigert wird. Dieses strenge Gesetz gilt in Dänemark seit Juli 2014. Es gab im dänischen Parlament zwar eine breite Zustimmung dafür, doch auch etwas Kritik. So wurde angemerkt, dass es reichen Dänen vielleicht leicht fallen würde für die Familie wieder ein neues Auto zu kaufen, während wirtschaftlich schlechter gestellte Dänen das nicht könnten. Das Gesetz wurde dennoch beschlossen und gilt nun, und zwar auch für Touristen.

Foto: Andreas Hermsdorf  / pixelio.de
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Strenge Strafen auch in Italien

Ebenso streng sind auch die Strafen in Italien, wenn man betrunken Auto fährt und erwischt wird. Ab 1,5 Promille ist das Auto in diesem Land ebenfalls Eigentum des Staates. In Deutschland nimmt man Alkoholsündern das Auto nicht ab. Doch man bestraft sie auch – und zwar schon ab 1,1 Promille. Dann droht der Verlust des Führerscheins für längere Zeit und auch die Autoversicherung zahlt meist nicht, wenn es zu einem Unfall kam in der Folge der Trunkenheitsfahrt bzw. verlangt das Geld vom Versicherten wieder zurück und kündigt die Versicherung. Gefängnis kann dem Betrunkenen drohen, wenn beim Verkehrsunfall jemand zu Schaden kam. Viele halten die Gesetze im Verkehrsrecht in Deutschland aber für viel zu lasch und wünschen sich, dass hier härter durchgegriffen wird als bisher. Denn auch die Richter haben während der Verhandlung noch die Möglichkeit Milde walten zu lassen.