Motorrad Eldorado Frankreich

Frankreich ist für Motorradfahrer ein wahres Eldorado. In kaum einem anderen europäischen Land – nicht mal in Deutschland – können sich Motorradfahrer willkommener fühlen, als in Frankreich. Eine Motorradversicherung muss man natürlich auch hier belegen können. Doch die Motorradfahrer haben in der französischen Politik eine gute Lobby. Aus diesem Grund wird ihnen auch eine sehr angenehme und friedliche Fahrkultur bewilligt. An die Regeln muss man sich natürlich auch halten. Und zwar gilt für Motorräder außerorts in Frankreich ein Tempolimit von 90 km/h und auf Schnellstraßen von 110 km/h, auf Autobahnen indes dürfen sie mit 130 km/h unterwegs sein. Gerade aber für Führerscheinneulinge gilt bei Nässe jeweils ein niedrigeres Tempolimit. Und zwar außerorts 80 km/h und auf Schnellstraßen 100 km/h und auf der Autobahn 110 km/h.

Foto: Thomas Max Müller  / pixelio.de
Foto: Thomas Max Müller / pixelio.de


Besondere Regeln

Einige bzw. recht viele Strecken auf der Autobahn in Frankreich sind inzwischen mautpflichtig. Das gilt natürlich auch für Motorräder. In Frankreich hat man zudem die 0,5-Promillegrenze. Doch entgegen früherer Beschlüsse ist das Mitführen von einem Alkoholtest keine Pflicht mehr für Motorradfahrer. Und der Motorradfahrer und sein möglicher Beifahrer müssen auch nicht zwingend reflektierende Kleidung am Oberkörper tragen. Früher waren eine reflektierende Mindestfläche 150 qcm, ebenso wie zwei Armbänder oder eine Warnweste vorgeschrieben. Eine Besonderheit in Frankreich sind die Motorradhotels. Dies sind Hostels, die extra darauf eingerichtet sind (auch von der Parkfläche her), dass Motorradfahrer hier nächtigen können. Sie ähneln den US-Motels. Es handelt sich um billige Unterkünfte, die man an Autobahnen oder Schnellstraßen findet.

Der typische französische Biker

Optisch gesehen kann man auf jeden Fall ausmachen auf den französischen Straßen, welcher Motorradfahrer aus Frankreich kommt und welcher nicht. Denn das Motorrad ist in Frankreich kein Freizeitvehikel, sondern eher ein Transportmittel. Vor allem in den Städten sieht man viele Motorradfahrer. Denn dort sind die Parkplätze rar – und zwar nicht nur in den großen Städten wie Paris oder Lyon. Die französischen Motorradfahrer haben im Übrigen alle mögliches Zubehör am Bike und Taschen, wie eine Beindecke für das Fahren im Winter. Der französische Motorradfahrer ist eben hart im Nehmen. Deutsche Motorradfans lassen ihr Gefährt ab Oktober in der Garage, weil es ihnen dann schon zu kalt ist.